Fake News – Eine (un)berechenbare Gefahr?

Mittlerweile können Menschen durch Blogs, Twitter und Facebook selbst zum Bürger-Journalisten werden indem sie Erlebtes nach eigenem Ermessen verbreiten und dabei selbst entscheiden können, was sie ihrem Publikum vorenthalten oder veröffentlichen. Die publizistische Wirkungsweise der „Gatekeeper“ wird dabei zunehmends außer Kraft gesetzt, wodurch wir uns immer mehr von dem Monopol der klassischen Medien verabschieden, das uns bislang die Welt und ihre Geschehnisse gefiltert und journalistisch aufgearbeitet ins Wohnzimmer geliefert hat. Die modernen Publikationsmöglichkeiten im Internet, besonders Blogs tragen dazu bei, dass Bürger durch eigene Medien am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen können. Damit wird die „Einbahnstraße“ und die damit zusammenhängende „Hierarchie“ zwischen Medium und Rezipient aufgelöst womit eine Interaktion zwischen beiden Seiten entsteht kann.

In Zeiten in denen im Netz ein Kampf um die Meinungshoheit entbrannt ist und frei erfundene Nachrichten, sogenannte „Fake News“ die globale Polit- und Finanzwelt aufmischen können, müssen wir uns allerdings der Gefahr der Verbreitung von Falschmeldungen bewusster werden. Ob nun falsche Social-Media Profile, falsche Websites die wie täuschend-echte Nachrichtenseiten aussehen, Social Bots die je nach Programmierung eigenständig Postings verfassen oder auch nur Bilder die in einen anderen Kontext gebracht werden, um ein falsches Szenario entstehen zu lassen. Einige nutzen auch persönliche Erzählungen, die ihnen angeblich von Freunden oder Bekannten zugetragen wurden. Eine andere Technik ist, einen erfundenen Tatbestand  bei der Polizei zu melden, welcher dann durch eine Pressemitteilung verbreitet wird. Oftmals handelt es sich dabei um Themen die in der Bevölkerung für viel Unmut und Empörung sorgen und ein gewisses Maß an Aktualität aufweisen. „Fake News – Eine (un)berechenbare Gefahr?“ weiterlesen